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 Zurzeit sind die Augen der Torrentgemeinschaft mit Spannung nach Stockholm gerichtet. In der schwedischen Hauptstadt wird derzeit der Fall „The Pirate Bay“ verhandelt. Die Kläger sind Firmen wie Sony, MGM, Fox, Emi und Warner Bros. Angeklagt sind die Betreiber von „The Pirate Bay“ wegen Urheberrechtsverletzung. Schon gestern am ersten Tag der Verhandlung ging es im Gerichtssaal bunt zu. Die schwedischen Medien hatten bereits vor ein paar Tagen das Thema für sich entdeckt und eigene News-Channel im Internet eingerichtet. Dementsprechend war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Manche Plätze wurden sogar für bis zu 60 Dollar an den Meistbietenden verkauft. Auch auf den Gängen drängelten sich die schwedische und die internationale Presse. Der Grund für die ganze Aufregung, ist der Fall der Pirate Bay, der größten Torrentplattform im Internet. Die großen Film- und Musiklabels werfen den Betreibern Datendiebstahl vor. Diese wiederum kontern mit den schwedischen Gesetzen, nach dem sie nur eine Informationsplattform bereitstellen, nach dem Grundprinzip von Google. Es werden keine Downloads selber angeboten oder bereitgestellt. Dies geschieht immer noch durch die Nutzer. Dies sehen die großen Labels natürlich ganz anders. Laut ihrer Meinung findet mit Hilfe der Plattform ein permanenter Verstoß gegen bestehende Urheberrechte statt. Das Urteil ist richtungweisend für den zukünftigen Umgang mit Torrentnetzwerken. Kommt es zu keiner Verurteilung, ist dies eine klare Niederlage für die Film- und Musiklabels, da auch weiterhin ein Austausch von Torrentdateien von einer großen Wirtschaftsnation stattfinden kann. Kommt es dagegen zu einer Verurteilung, würden sich die Torrentbetreiber nach einem anderen Standort umsehen müssen. Hier liebäugelte man schon vor ein paar Jahren mit Schwellenländern wie Argentinien. Das eigentliche Problem würde die Labels trotz eines Sieges nicht gänzlich verbannen können. Das einzige was sie dadurch erreichen, ist die Schließung eines weiteren Vertriebskanals. 
Der Bus der Pirate Bay "S23K" Um die eigene Position zu stärken, parken die Betreiber der Pirate Bay einen eigenen Pressebus vor dem Gerichtsgebäude. In diesem geben sie regelmäßig Pressekonferenzen und erörtern ihre Meinung zu dem Thema. Zusätzlich werden sie durch Mitglieder der Piratenpartei unterstützt, welche sich unter anderem für die Reformierung des Urheber- und Patentrechts einsetzt. Seit September 2006 ist diese auch in Deutschland vertreten. Am heutigen Tag gab es die erste überraschende Wendung. Der Staatsanwalt Roswall lies fünfzig Prozent der Anklage fallen. Darunter die Mittäterschaft bei der Vervielfältigung urherbrechtlich geschützten Materials. Jetzt konzentriert sich die Staatsanwaltschaft darauf den Beweis zu erbringen, das die Betreiber mit daran beteiligt sind, Raubkopien bereit zu stellen.
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